Hans Jürgen (Jockel) Müller
* 1941 - 2006
"Stets bescheiden, allen helfend, so hat jeder Dich gekannt, ruh' nun sanft und schlaf in Frieden, hab' für alles tausend Dank."
Unser Jockel
Als ich von Karl-Heinz Froböse die erschütternde Nachricht erhielt, Jockel Müller ist gestorben, fragte ich ihn völlig konsterniert: welcher Jockel? Er antwortete: Unser Jockel. Ich glaube, diese Antwort zeigt in aller Deutlichkeit, wen die Tennisabteilung am 19. Oktober 2006 verloren hat: Unseren Jockel.Mit Sicherheit kann niemand von uns die ganze Tragweite dieses Tages erfassen. Ich auf jeden Fall bin nicht in der Lage, mir vorzustellen, auf den Tennisplatz zu gehen und dort unseren Jockel nicht anzutreffen. Wir Tennisler werden das wohl erst in der nächsten Saison, der ersten nach Jockel, erfahren. Mir persönlich graut davor.Es ist beinahe unmöglich, alles zu erwähnen, um was sich Jockel gekümmert hat. Neben seinen Aufgaben als Platzwart war er unser Wirt, der sich nicht nur um die Ausrichtung unserer verschiedenen Festivitäten gekümmert hat, nein, er war der Kumpel, der Freund für jeden Tag. Er kannte jedes Mitglied persönlich, er hat mit jedem gesprochen, oft in seiner unnachahmlich humorvollen Art, oft auch mit dem nötigen Ernst. Er war es, der keinen Termin vergessen und oft die Verantwortlichen rechtzeitig erinnert hat. Mit viel Aufmerksamkeit und Organisationstalent hat er in den letzten Jahren die 60er Meden-Mannschaft geführt. Sich selbst immer zurück nehmend, nach dem Motto: ach der Andere wollte gerne spielen. Manchen am Tennis Interessierten hat er im Gespräch davon überzeugt, dass es besser ist, gleich in den TUS einzutreten, statt lange mit Gästekarten zu spielen. Niemand fragte ihn umsonst, wenn er Hilfe benötigte.Nach seiner Pensionierung war er morgens der Erste und abends der Letzte auf der Anlage. Alle Medenmannschaften wussten, sie können sich darauf verlassen, dass alles organisiert ist und die Gäste einen positiven Eindruck vom TUS mitnehmen.Kurz gesagt: Unser Jockel ist eigentlich überhaupt nicht zu ersetzen!Wenn schon wir, seine Sportkameraden, in diesem Maße erschüttert sind, wie muss es wohl erst in Charlotte, seiner Ehefrau, und seinen Kindern aussehen? Sie, die leider keine Möglichkeit hatten, sich von ihm zu verabschieden. Ich denke, wir können unsere Wertschätzung für Jockel am Besten dadurch zum Ausdruck bringen, dass wir Charlotte jetzt nicht im Stich lassen. Ein Telefonanruf, ein spontaner Besuch, eine nette Geste helfen ihr wahrscheinlich mehr, ihre Trauer um den Verlust des geliebten Ehemannes zu verarbeiten, als alles andere. Dies würde sich wohl auch unser Jockel wünschen, der natürlich in Wirklichkeit zunächst einmal ihr Jockel und der Vater seiner Kinder war.
Lieber Jockel, wir vermissen Dich schon heute.Im Namen der Tennisabteilung Manfred Schweiss
Lieber Jockel,
allzu früh hast Du uns verlassen. Wir sind sehr traurig und bestürzt und betrauern gemeinsam mit Deinen Angehörigen Deinen für uns so plötzlichen Tod. Über viele Jahre hinweg warst Du die Seele der Tennisabteilung. Mit Charme und Witz hast Du unsere Frauen begeistert und uns Männer mit Deinem unermüdlichen Einsatz die Stunden auf der Tennisanlage verschönt. Gemeinsam haben wir viele vergnügte Stunden auf der Tennisanlage verbracht. Die Tage und Abende mit Dir sind unvergesslich und durch nichts zu ersetzen. Auch Deine Jungens und Mädels - egal in welchem Alter, von fünf bis fünfundsiebzig - werden Dich vermissen. Du warst für alle immer parat, hast uns viele Arbeiten abgenommen und uns mit guten Ratschlägen unterstützt. Deine Sprüche sind legendär und haben fast immer zugetroffen. Dein Charme und Witz gaben selbst den "härtesten" Sprüche eine liebenswürdige Note. Unvergessen sind uns Deine Kochkünste, die uns die Abende so schmackhaft gestaltet haben, und die Absacker aus Deinem schier unerschöpflichen Reservouir (die unsere Abende meist beendet haben). Kein Weg war Dir zu weit um uns mit kulinarischen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Oft bist Du in der Region unterwegs gewesen und hast die besten Zutaten für unser Vesper besorgt. Deine Currywürste bleiben unerreicht !! Davon profitiert haben auch unsere Jüngsten, (so z.B. beim letzten Tenniscamp) die Du wie selbstverständlich versorgt hast. Immer wenn es Engpässe gab, warst Du da und hast mit Rat und Tat beigestanden. Auch privat hast Du mit Deinen Kenntnissen jedem zur Seite gestanden. Neben Deiner Familie -von der uns Du oft voller Stolz bereichtet hast- waren wir Dein Lebensinhalt, was wir vorallem im Sommer täglich genießen durften. Mich hat es im Frühjahr nach den langen Winterabende auf den Tennisplatz getrieben, nicht nur um meinem Sport zu frönen sondern auch Deinen Weisheiten zu lauschen. Ich glaube es gab keinen Rüppurrer über den Du nicht Bescheid wußtest, daher war immer genügend Gesprächsstoff vorhanden.
Du warst ein Original und wirst uns so noch lange in bester Erinnerung bleiben.Axel